Bevor sich viele Kinder am Ostermontag bei strahlendem Sonnenschein auf den Wiesen des Oberbergs auf die Suche nach dem goldenen Ei machten, besuchten viele noch die besonders für Kinder gestaltete Wort-Gottes-Feier in der Dobler Pfarrkirche. Geleitet wurde der Gottesdienst von Christa Pichler und Sr. Maria Leopold gemeinsam.
Nach dem in verteilten Rollen gelesenen Evangelium von der Erscheinung Jesu auf dem Weg nach Emmaus erzählte Sr. Maria von mehreren Ostersymbolen: Dem Osterhasen, dem Osterei und mit der Bildergeschichte der Raupe Nimmersatt vom Schmetterling.
Aufgrund des Feiertags gab es auch eine Kommunionfeier. Nach dem österlichen Sendungsruf schlossen wir die Feier mit dem österlichen rhythmischen Lied „Der Herr ist da – Resucitó“.
Wir freuen uns sehr, dass viele Familien der Einladung zum Gottesdienst gefolgt sind. Danke auch allen, die bei der Feier mitwirkten!
Musikalisch umrahmt vom Kirchenchor, geleitet von unseren Pastoralreferentinnen Anja Asel und Ines Kvar, so feierten wir in Dobl unser Hochamt am Ostersonntag. Passend zum Fest zogen die beiden mit dem Evangeliar gemeinsam mit den Ministranten durch den Mittelgang in die Kirche ein, begleitet von Kreuz, Weihrauch und Kerzen, wie es bei Hochfesten eben üblich ist.
Anhand von vier Symbolen brachte uns Anja Asel in ihrer Predigt verschiedene Aspekte von Ostern näher:
Das Kreuz: Jesus stirbt für uns gemeinsam aus Liebe zu uns am Kreuz. Gekreuzigt gemeinsam für uns alle, so wie wir sind.
Das Grabtuch: Was ist der Sinn des Lebens, und was kann ich begraben? Den Fokus wieder auf den Glauben richten und gemeinsam glauben.
Der Grabstein: Die Frauen erschraken, als der Stein am Grab Jesu weg war. Würden nicht auch wir erschrecken, wenn plötzlich die Grabplatte weg wäre und ein geliebter Mensch nicht mehr im Grab wäre? Etwas Unbegreifliches erwartet die Frauen: Sie werden begeistert von der Auferstehung Jesu. Wir sind dazu eingeladen, zu hoffen und uns zu freuen: Wir werden unsere lieben Verstorbenen wiedersehen, an einem wunderbaren Ort.
Das Osterei: Jesus lädt uns ein, unsere Fesseln, alles, was uns einengt, zu sprengen, gemeinsam zu glauben und von seiner Botschaft begeistert zu sein. Gemeinsam aufzubrechen in eine Zeit der Freude, Hoffnung und Zuversicht. Das Osterei verbindet alle Menschen in Österreich miteinander: Die Schale brechen wir auf, aber drinnen ist Leben.
Nach nur wenigen Stunden wieder im musikalischen Einsatz in unserer Pfarrkirche waren Anna Kainz an der Geige, Sr. Maria Leopold an der Orgel und die beiden Kantoren Ursula und Willibald Leitl, die alle auch die Osternacht mitgestalteten. Am Morgen wurden sie aber von Dagmar Berger am Klavier und dem Kirchenchor unterstützt.
Aufgrund des Festtages wurde bei dieser Wort-Gottes-Feier auch die Kommunion gespendet.
Zum Abschluss der Feier durfte ein Osterwitz von Anja nicht fehlen. Ganz am Ende gab es dann noch großen Applaus für die musikalische Begleitung des Gottesdienstes.
Herzliches Dankeschön an alle, die zu den Osterfeierlichkeiten beitrugen und an Christine Maier für die schöne Gestaltung der Osterkerze.
Um 20 Uhr versammelten wir uns am Karsamstag rund um das Feuer am Kirchplatz zu einer ganz besonderen Feier, nämlich dem wichtigsten Gottesdienst im Kirchenjahr: der Feier der Auferstehung Jesu Christi.
Vikar Norbert Glaser segnete das Feuer, an welchem die Osterkerze dann entzündet wurde. Diese besondere Kerze steht in dieser Feier im Mittelpunkt. Sie symbolisiert Christus, das Licht – lateinisch „Lumen Christi“. Begleitet von diesem Ruf zogen der Priester und die Ministranten in die dunkle Kirche ein, bevor Willibald Leitl das Exsultet, das Loblied auf die Osterkerze sang.
Nach drei Lesungen aus dem Alten Testament in der dunklen Kirche folgte endlich das Gloria, mit welchem die Glocken und die Orgel wieder ertönten und das elektrische Licht eingeschaltet wurde.
In seiner Predigt ging Vikar Glaser auf diese spezielle Liturgie ein. Wir beginnen die Feier in Dunkelheit, wovon es auf der Welt genug gibt. Aber dann kommt diese eine Kerze in die Kirche, die zuerst kaum zu sehen ist. „Die Auferstehung Jesu ist keine Flutlichtanlage […], und trotzdem kann die ganze Finsternis der Welt das Licht dieser Kerze, nämlich der Auferstehung Jesu, nicht finster machen“, sagte der Vikar. Gott zeigt durch scheinbare Schwäche seine Macht. So waren es auch in allen vier Evangelien Frauen, die damals als Zeugen gar nicht als glaubwürdig galten, welche die ersten Zeugen der Auferstehung waren. Er forderte uns auf, mitten in dieser Welt, in der nach wie vor viel Finsternis regiert, sein Licht leuchten zu lassen, das trotz aller scheinbaren Bedrohungen, einfach stärker ist als alle Finsternis dieser Welt.
Vor der Eucharistiefeier wurde noch das Taufwasser geweiht, mit welchem wir anschließend besprengt wurden. Es erinnert uns an unsere eigene Taufe. Am Ende der Feier wurden nochmals die Kerzen aller Mitfeiernden entzündet, um nach dem „Te Deum“ (Großer Gott, wir loben dich) mit dem Licht Christi hinauszugehen in die Welt.
Erstmals feierten wir heuer gemeinsam mit der Pfarre Lannach am Karfreitag, 29. März 2024, die Feier vom Leiden und Sterben Christi. Zur Todesstunde Jesu um 15:00 Uhr zogen die Leiter der Feier, Ernst Strohmaier aus Lannach und Sr. Maria Leopold, gemeinsam mit den Ministranten schweigend in die Dobler Pfarrkirche ein. Im Gedenken an Jesu Tod legten sie sich auf den Boden.
Begonnen hat dieser Gottesdienst eigentlich schon am Tag zuvor, dem Gründonnerstag, bei der gemeinsamen Feier in Wundschuh, und er endet mit der Feier der Osternacht.
Zum Karfreitag gehören auch die Passion, welche in Dobl immer die Ministranten in verteilten Rollen lesen, die großen Fürbitten und die Kreuzverehrung. Bei dieser wird das Kreuz Stück für Stück enthüllt und die Mitfeiernden sind eingeladen, es mit einer Blume und einer Kniebeuge zu verehren, im Gedenken daran, dass Jesus für uns am Kreuz Sünde und Tod besiegt hat.
Am Ende dieser Feier wurde symbolisch der tote und in ein Leinentuch gewickelte Leichnam in das Grab in der Wieskapelle gelegt, vor welchem am Karsamstag die Gebetsstunden stattfinden.
Bei unerwartet strahlendem Sonnenschein zog unsere Ministrantenschar mit Vikar Norbert Glaser am Palmsonntag in den Schlosshof ein, in welchem sich wieder viele Menschen versammelten. Nach kurzen Begrüßungsworten sprach Vikar Glaser das Segensgebet über die Palmzweige und machte sich dann auf den Weg, um alle Palmzweige mit Weihwasser zu besprengen: Vom Schlosshof über die Brücke bis auf den Kirchplatz und wieder retour.
Nach dem Evangelium und einer kurzen Predigt zogen wir in unsere Pfarrkirche ein. Die Kinder gingen mit Sr. Maria singend voran: „Jesus geht in die Stadt hinein…“
Eine weitere Besonderheit folgte in der Kirche nach der Lesung: Die Leidensgeschichte (Passion) in verteilten Rollen, gelesen von einigen Firmkandidaten und Jugendlichen, heuer nach dem Evangelisten Markus.
Einige der vielen anwesenden Kinder sprachen die Fürbitten, bevor wir die Heilige Messe mit der Feier der Eucharistie fortsetzten.
Neben den Leserinnen und Lesern sowie Musikerinnen und Musikern gilt ein besonderer Dank auch allen, die für dieses große Fest alles vorbereiteten und wieder wegräumten.
Die traditionelle Fußwallfahrt der Privaten Mittelschule Dobl vor Ostern führte auch heuer wieder zur Tobelbader Pfarrkirche, heuer erstmals unter der neuen Leitung von Direktor Michael Rauch. Pfarrer Claudiu Budău feierte mit 360 Kindern und Lehrerinnen und Lehrern die Heilige Messe. Flotte Lieder waren vom Schulchor mit Gitarren- und Geigenbegleitung unter der Leitung von Sr. Maria Leopold zu hören. Als Agape gab es Saft und Brot für die Kinder, die vom Tobelbader Bewirtungsteam ein großes Lob bekamen: Sie waren diszipliniert, freundlich und aufmerksam!