Um 20 Uhr versammelten wir uns am Karsamstag rund um das Feuer am Kirchplatz zu einer ganz besonderen Feier, nämlich dem wichtigsten Gottesdienst im Kirchenjahr: der Feier der Auferstehung Jesu Christi.
Vikar Norbert Glaser segnete das Feuer, an welchem die Osterkerze dann entzündet wurde. Diese besondere Kerze steht in dieser Feier im Mittelpunkt. Sie symbolisiert Christus, das Licht – lateinisch „Lumen Christi“. Begleitet von diesem Ruf zogen der Priester und die Ministranten in die dunkle Kirche ein, bevor Willibald Leitl das Exsultet, das Loblied auf die Osterkerze sang.
Nach drei Lesungen aus dem Alten Testament in der dunklen Kirche folgte endlich das Gloria, mit welchem die Glocken und die Orgel wieder ertönten und das elektrische Licht eingeschaltet wurde.
In seiner Predigt ging Vikar Glaser auf diese spezielle Liturgie ein. Wir beginnen die Feier in Dunkelheit, wovon es auf der Welt genug gibt. Aber dann kommt diese eine Kerze in die Kirche, die zuerst kaum zu sehen ist. „Die Auferstehung Jesu ist keine Flutlichtanlage […], und trotzdem kann die ganze Finsternis der Welt das Licht dieser Kerze, nämlich der Auferstehung Jesu, nicht finster machen“, sagte der Vikar. Gott zeigt durch scheinbare Schwäche seine Macht. So waren es auch in allen vier Evangelien Frauen, die damals als Zeugen gar nicht als glaubwürdig galten, welche die ersten Zeugen der Auferstehung waren. Er forderte uns auf, mitten in dieser Welt, in der nach wie vor viel Finsternis regiert, sein Licht leuchten zu lassen, das trotz aller scheinbaren Bedrohungen, einfach stärker ist als alle Finsternis dieser Welt.
Vor der Eucharistiefeier wurde noch das Taufwasser geweiht, mit welchem wir anschließend besprengt wurden. Es erinnert uns an unsere eigene Taufe. Am Ende der Feier wurden nochmals die Kerzen aller Mitfeiernden entzündet, um nach dem „Te Deum“ (Großer Gott, wir loben dich) mit dem Licht Christi hinauszugehen in die Welt.
Erstmals feierten wir heuer gemeinsam mit der Pfarre Lannach am Karfreitag, 29. März 2024, die Feier vom Leiden und Sterben Christi. Zur Todesstunde Jesu um 15:00 Uhr zogen die Leiter der Feier, Ernst Strohmaier aus Lannach und Sr. Maria Leopold, gemeinsam mit den Ministranten schweigend in die Dobler Pfarrkirche ein. Im Gedenken an Jesu Tod legten sie sich auf den Boden.
Begonnen hat dieser Gottesdienst eigentlich schon am Tag zuvor, dem Gründonnerstag, bei der gemeinsamen Feier in Wundschuh, und er endet mit der Feier der Osternacht.
Zum Karfreitag gehören auch die Passion, welche in Dobl immer die Ministranten in verteilten Rollen lesen, die großen Fürbitten und die Kreuzverehrung. Bei dieser wird das Kreuz Stück für Stück enthüllt und die Mitfeiernden sind eingeladen, es mit einer Blume und einer Kniebeuge zu verehren, im Gedenken daran, dass Jesus für uns am Kreuz Sünde und Tod besiegt hat.
Am Ende dieser Feier wurde symbolisch der tote und in ein Leinentuch gewickelte Leichnam in das Grab in der Wieskapelle gelegt, vor welchem am Karsamstag die Gebetsstunden stattfinden.
Bei unerwartet strahlendem Sonnenschein zog unsere Ministrantenschar mit Vikar Norbert Glaser am Palmsonntag in den Schlosshof ein, in welchem sich wieder viele Menschen versammelten. Nach kurzen Begrüßungsworten sprach Vikar Glaser das Segensgebet über die Palmzweige und machte sich dann auf den Weg, um alle Palmzweige mit Weihwasser zu besprengen: Vom Schlosshof über die Brücke bis auf den Kirchplatz und wieder retour.
Nach dem Evangelium und einer kurzen Predigt zogen wir in unsere Pfarrkirche ein. Die Kinder gingen mit Sr. Maria singend voran: „Jesus geht in die Stadt hinein…“
Eine weitere Besonderheit folgte in der Kirche nach der Lesung: Die Leidensgeschichte (Passion) in verteilten Rollen, gelesen von einigen Firmkandidaten und Jugendlichen, heuer nach dem Evangelisten Markus.
Einige der vielen anwesenden Kinder sprachen die Fürbitten, bevor wir die Heilige Messe mit der Feier der Eucharistie fortsetzten.
Neben den Leserinnen und Lesern sowie Musikerinnen und Musikern gilt ein besonderer Dank auch allen, die für dieses große Fest alles vorbereiteten und wieder wegräumten.
Die traditionelle Fußwallfahrt der Privaten Mittelschule Dobl vor Ostern führte auch heuer wieder zur Tobelbader Pfarrkirche, heuer erstmals unter der neuen Leitung von Direktor Michael Rauch. Pfarrer Claudiu Budău feierte mit 360 Kindern und Lehrerinnen und Lehrern die Heilige Messe. Flotte Lieder waren vom Schulchor mit Gitarren- und Geigenbegleitung unter der Leitung von Sr. Maria Leopold zu hören. Als Agape gab es Saft und Brot für die Kinder, die vom Tobelbader Bewirtungsteam ein großes Lob bekamen: Sie waren diszipliniert, freundlich und aufmerksam!
An jedem Freitag um 15:00 Uhr läuten die Kirchenglocken. Aber warum? Weil wir an das Leiden und Sterben Jesu denken. Wir danken ihm, dass er für uns den letzten und schwersten Weg gegangen ist. Daran erinnern uns die 14 Kreuzwegbilder in der Kirche.
Einige davon haben wir mit vielen Kindern am Freitag, dem 15. März 2024, betrachtet und uns überlegt: Was haben sie mit meinem Leben zu tun?
Jesus versteht uns Menschen, wenn wir unser Kreuz zu tragen haben: eine Krankheit, Unverständnis, Ausgrenzung, Ausspotten, wenn wir schwer lernen, wenn Menschen ungerecht behandelt werden …
Wir haben für uns und für alle Menschen gebetet, die ein schweres Kreuz zu tragen haben.
Gott hat Jesus auferweckt! Nach jeder dunklen Nacht kommt wieder ein neuer Tag. Nach dem Tod die Auferstehung.
Die Kinder haben ein Kreuz gebastelt mit der Aufschrift: „ICH WERDE AUFERSTEHEN!“ Denn wenn ich an Jesus glaube, werde ich mit ihm auferstehen.
Nach der Abendmesse am 8. März trafen sich knapp 40 Personen im Pfarrhof, um mehr über die Zukunft unseres Dobler Pfarrhofs zu erfahren.
Nachdem Pfarrer Claudiu Budău die grundlegende Gebäudestrategie in der Diözese bzw. speziell im Seelsorgeraum Kaiserwald darlegte, ging Wirtschaftsrat Josef Kurz näher auf die Dobler Situation ein und präsentierte das neue Konzept. Danach wurden Details von den planenden Baumeistern Alois Pongratz und Thomas Stessl präsentiert.
Da das Projekt auch seitens der Marktgemeinde Dobl-Zwaring unterstützt wird, richtete am Ende Bürgermeisterin Waltraud Walch einige Worte an die Anwesenden, bevor Pfarrer Claudiu abschließend noch an den Weltfrauentag erinnerte, zu einem gemeinsamen Gebet einlud und den Segen spendete.
Wir freuten uns, dass an diesem Abend auch der Obmann des Vereins „Leben Lernen Wachsen“ Martin Saurugger, sowie der Direktor der Privaten Mittelschule Michael Rauch anwesend waren. Denn vom Umbau des Pfarrhofs sind auch der private Kindergarten Springinkerl sowie die Private Mittelschule betroffen.
Für alle, die nicht dabei sein konnten, sind nähere Details im Dobler Pfarrteil des neuen „Grüß Gott im Seelsorgeraum Kaiserwald“ nachzulesen, welches ab 18. März an die Haushalte verteilt wird bzw. auf der Homepage abrufbar ist.